Der eine oder andere von Euch kennt sicherlich das Prinzip von
Cyanotypie auch als Blaudruck-Verfahren bekannt. Hier werden
Papiere bzw. Stoffe mit Hilfe zweier Salze (
Kaliumferricyanid und Ammoniumeisen III citrat) lichtempfindlich gemacht und anschließend mit Hilfe eines Negatives unter Sonnen- bzw. UV-Licht belichtet. An den belichteten Stellen bildet sich der wasserunlösliche Farbstoff Berliner Blau. An den unbelichteten Stellen lassen sich die beiden Salze wieder auswaschen, so dass diese Stellen weiß bleiben.
Als Negativ eignet sich alles mögliche wie bespielsweise Blüten und Blätter oder auch Spitzendeckchen mit interessanten Mustern (siehe Foto oben von Nica). Aber natürlich eignen sich auch Fotos als Vorlage - dafür einfach das Negativ des Fotos auf eine durchsichtige Folie drucken.
Nachteil der Cyanotypie ist, dass die beiden Salze gesundheitsschädlich sind und man daher unbedingt mit Handschuhen arbeiten sollte. Außerdem können hier nur blaue Drucke erzeugt werden. Als Alternative zur Cyanotypie hat Nica die Farbstoffe Solarfast (gibt es z.B.
hier) entdeckt, diese gibt es in den verschiedensten Farben zu kaufen. Auch hier wird mit Hilfe des Sonnenlichtes oder einer UV-Lampe die Farbe aktiviert. Eine detailiertere Anleitung zum Bedrucken von Stoffen mit diesen Farbstoffen sowie Tips und Tricks findet ihr auf
Nica's Blog.
So ist bespielsweise die Belichtungszeit entscheidend. Außerdem sollten die Negative des Fotos z.B. mit einer UV-lichtdurchlässigen Glasplatte beschwert werden, damit ein besseren Kontakt zwischen Stoff und Negativ hergestellt wird und so die Bilder schärfer werden.
So ich hoffe ich konnte euch inspirieren. Ich selber habe weder die Cyanotypie noch den Druck mit Solarfast ausprobiert. Das Ganze steht aber definitiv auf meiner To-Do-Liste. Ach wenn der Tag doch nur mehr als 24 h hätte ...
Liebe Fotogrüße
Eure Angela
Fotos: Nica Sotiropoulos